Ich bin 24 Jahre alt, sehr glücklich verheiratet, habe zwei wundervolle kleine Jungs und bin mit einem kleinen Mädchen in der 21. Woche schwanger.
Und ich habe Leukämie.
Ich würde gern meine Geschichte mit euch teilen. Zum Einen, weil es mir hilft über meine Gefühle, Ängste und alle wirren Gedanken zu schreiben. Zum Anderen, weil ich hoffe vielleicht jemanden zu finden, der mal in einer ähnlichen Situation war.
Puhhh... dann leg ich mal los. In den letzten Tagen ist viel passiert und ich will versuchen euch einen verständlichen und komprimierten Einblick in meine aktuelle Situation zu geben. Eine Basis für kommende Posts.
Am 3.7. hatte ich einen Routine Vorsorge Termin im Rahmen meiner Schwangerschaft bei meinem Gynäkologen. Dort fiel auf, dass meine Blutwerte nicht okay sind. Die Gerinnung war miserabel (was die vielen blauen Flecke erklärte, die in letzter Zeit hatte), die Leukozyten waren zu niedrig und die Thrombozyten so weit unten, dass eine gefährliche Blutung nicht auszuschließen war. Nach einigen Überlegungen und Telefonaten war ich bereits am nächsten Morgen auf dem Weg ins Krankenhaus.
Vorerst wurde ich gynäkologisch aufgenommen, da der Verdacht bestand, es könnte etwas mit der Schwangerschaft nicht stimmen. Das bestätigte sich jedoch nicht. Alle Werte waren okay, dem Baby ging es sehr gut. Ich war beruhigt.
Man verlegte mich auf die Hämatologie/Onkologie. Dort wurden weitere Blutuntersuchungen durchgeführt, die keinerlei neue Erkenntnis brachten. Die einzelnen Puzzleteile ließen sich nicht zu einem Gesamtbild zusammensetzen. Mein behandelnder Arzt legte mir nahe eine Knochenmarkpunktion vornehmen zu lassen, um eine schlimmere Diagnose sicher ausschließen zu können.
Freitag, der 13.7. morgens um 10 Uhr fand die Knochenmarkpunktion statt, am gleichen Nachmittag noch bekam ich die Nachricht "Sie haben Leukämie." Genauer gesagt "Akute Promyelozyten Leukämie" eine der seltensten Formen, aber dafür mit prognostisch günstigen Aussichten.
Von da an liefen alle Vorbereitungen auf Hochtouren. Es wurde mir ein zentraler Venenkatheter gelegt, das Baby wurde noch ein mal genau angeschaut. Bereits am Sonntagabend nahm ich die ersten Tabletten und am Montag bekam ich die erste Chemo. Seitdem darf ich auch meine Kinder nicht mehr sehen. Infektionsgefahr zu hoch. Der Abschied war grauenvoll. Skype sei Dank kann ich trotzdem noch ein bisschen am Familienleben teilhaben. Das Gleiche ist es irgendwie trotzdem nicht.
Neueste Studien belegen, dass eine Chemotherapie während einer Schwangerschaft durchaus anwendbar ist und, dass viele Babys keinerlei Probleme entwickeln. Risiken gibt es natürlich immer.
Eine natürliche Geburt und auch das Stillen kommt unter diesen Umständen nicht für mich und das Baby in Frage, das Risiko für Komplikationen wäre viel zu hoch. Ein Kaiserschnitt (etwa in der 30.-32. Woche) ist angedacht. Meine Werte müssen stabil sein, das Baby hat ab der 28. Woche gute Überlebenschancen und soll nicht unnötig viel von der Chemotherapie abbekommen.
Zur Zeit befinde ich mich also im ersten Chemotherapiezyklus. Freitag und Sonntag steht jeweils noch eine Zytostatikagabe an und dann heißt es Warten. Immer wieder bekomme ich verschiedene Präparate, um meine Blutwerte zu pushen (Thrombozyten, Erythrozyten, Gerinnungsfaktoren...).
Im Großen und Ganzen geht es mir gut. Ich spüre keine Nebenwirkungen (noch nicht). Aktuell beschäftigt mich (neben der ständigen Sorge um mein Baby) der wahrscheinlich bevorstehende Haarausfall durch die Chemotherapie.
Wie lange genau ich nun noch im Krankenhaus bleiben muss weiß ich nicht. Möglich ist alles: von ein paar Wochen bis hin zu ein paar Monaten.
Viele offene Fragen kann mir niemand beantworten. "Wird mit dem Baby alles gut? Werde ich das alles weiterhin so gut vertragen? Kann ich mein Baby nach der Geburt regelmäßig sehen? Wie wird der Verlauf der Therapie sein? Wird die Chemo anschlagen?..." Alles Dinge, die von Patient zu Patient unterschiedlich sein können. Dazu kommt noch meine besondere Situation mit der Schwangerschaft.
Ich bin unendlich dankbar, dass ich so tolle Freunde und eine unglaublich liebenswerte Familie habe, die mir jetzt den Rücken stärken.
Wäre ich nicht schwanger, wäre ich wahrscheinlich noch immer unwissend darüber, was gerade in meinem Körper passiert, denn Krankheitsanzeichen hatte und habe ich keine. Ich wäre nicht zum Arzt gegangen (nur wegen ein paar blauer Flecken?!). Mein Babymädchen hat mir mein Leben gerettet.
Jetzt bin ich dran!
ich bin zu tränen gerührt und weiß gar nicht was ich sagen soll!!!!ich kann dir nur alles gute wünschen und das ihr alle diese schwere zeit so unbeschadet übersteht wie es nur geht!!!!du scheinst eine starke frau zu sein und dein mädchen wird ein starkes mädchen sein das diese zeit übersteht!!!!!
AntwortenLöschenalles gute
Ich wünsche dir und deinem babymädchen von ganzem Herzen alles,alles gute für die kommende zeit!!!!hab deine Geschichte schon im gofem Forum verfolgt...und werde jetzt deinen Blog lesen!!hut ab vor der art&weise wie du an diese Sache heran gehst-deine Kinder werden einmal seeeeeeeehr stolz sein so eine Mama zu haben!!!kämpf was das Zeug hält,denke unbekannterweise an dich !!
AntwortenLöschenVlg elpo
Hallo Mareike,
AntwortenLöschenich drücke dir ganz fest die Daumen! Es ist für mich nicht in Worte zu fassen, was du ertragen musst. Die Situation ist wirklich furchtbar und muss einfach gut ausgehen. Du weißt, wofür du kämpfst und hast glücklicherweise trotz allem Unglück eine gute Ausgangsbasis. Nicht nur die Statistiken, sondern auch deine innere Stärke, dein Mut und deine Zuversicht! Das ist bewundernswert und es muss einfach alles gut werden. Ich denke fest an Dich!
Wow ich bin gerührt von deinem Schicksal..gib nicht auf! Ich wünsche dir alles Gute! Möge Gott dich auf deinem Weg begleiten.
AntwortenLöschenHallo mareike.
LöschenHab deine Geschichte auch bisher bei gofem verfolgt.
Ich wünsche dir ganz viel kraft das alles zu überstehen.
Denke ständig an dich.
LG missesmonk
Liebe Mareike!
AntwortenLöschenMuss ganz ganz oft an Dich und Deine Geschichte denken. Du bist eine starke Frau, die vor der wahrscheinlich größten Herausforderung ihres Lebens steht. Aber weißt Du- Du schaffst das, da bin ich mir nicht 99%-tig sicher, sondern absolut und zu 100%. Es wird ein langes, dunkles Tal... mit vielen Steinen, die Dir den Weg erschweren werden in düsterer Finsternis. Aber am Ende dieses Weges steht für Dich das Leben- mit Deinem 3 wunderbaren Kindern und Deinem Mann... und mit einem Bewusstsein für all das, wie es nicht viele haben!
Es ist gut, dass Du Dich zu diesem Block hier entschlossen hast und diesen dicken Kummerwulst nicht einfach runterschluckst. Es ist gut, dass Du Herzen bewegst durch Deine Geschichte. Und wir alle mögen für Dich da sein- mit besten Wünschen, guten Gedanken und starken Schultern zum virtuellen Anlehnen...
Liebe Mareike- ich sende Dir die besten Grüße!
Lenina...
Hallo Mareike...
AntwortenLöschenauch wir kennen uns nicht persönlich und ich kenne deine Geschichte aus dem Gofem-Forum!
Ich bin absolut beeindruckt von deiner Stärke und bin sehr zuversichtlich das du das alles schaffen wirst.
Wer aufgibt hat schon längst verloren und wer kämpft so wie du, der muss einfach eine Chance haben :)Du hast sie jedenfalls mehr wie verdient! Alles gute für die kommende Zeit!!!!
Die besten Wünsche aus Berlin
Laura
Liebe Mareike,
AntwortenLöschenich verfolge deine Geschichte nun auch schon von Anfang an und denke jeden Tag an dich. Ich wünsche dir alles Glück dieser Welt, dass du diese Krankheit besiegst, dass dein Babymädchen gesund zur Welt kommt und ihr wieder als glückliche Familie vereint seid.
Du bist eine unglaublich starke Frau und du verdienst den allergrößten Respekt und Bewunderung!
Ich wünsche dir alles Gute!
LG Ines (Bastelbiene)
Liebe Millie, wenn du das alles hinter dir hast und wieder zu Kräften gekommen bist, dann schreibst du darüber ein Buch !!! Hab dich lieb, Kerstin
AntwortenLöschenLiebe Mareike,
AntwortenLöschenich finde es toll, dass du diesen Blog machst...ich hoffe er hilft dir, dich mit diesem blöden Meeresgetier auseinanderzusetzen...aber du schaffst das- wehe wenn nicht ;-)
Du bist soooo tapfer und hast meinen allergrößten Respekt.
Liebe Grüße
Jenny (kleinerengel08)
Ich denke jeden Tag an Dich! Ich schicke Dir Kraft und gute Gedanken und Gesundheit, Gesundheit, Gesundheit!
AntwortenLöschenDu bist eine bewundernswerte, starke und mutige junge Frau!
Mary
Ich Wünsche dir alles erdenklich Gute.
AntwortenLöschenDu hast eine tolle Familie, die hinter die steht und das ist schon echt viel wert. Mit deinem eisernen Willen, den du zeigst, wirst du der Krankheit den Kampf ansagen und auch gewinnen!
Ich Denk an dich und wünsch dir nur das Beste.
Auch ich verfolge deine Geschichte seit Bekanntwerden. Ich bewundere deine Kraft gegen die Krankheit zu kämpfen.
AntwortenLöschenMach weiter so, du schaffst das!!
Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und dass du schnell wieder gesund wirst.
Lg aus Österreich
Liebe Mareike
AntwortenLöschenAuch ich habe deine Geschichte bei Go Fem mitverfolgt und muss sehr oft an dich denken.....
Du bist eine starke und tapfere Frau mit einer so wundervollen Familie die dir super zur Seite steht und dir die ganze Kraft gibt zu kämpfen......
Weiterhin wünsche ich dir ganz ganz ganz viel Positive Energie und ein mega paket voll kraft damit du diese fiese krankheit bekämpfen kannst.
Ich bete täglich für dich und die Bauchmaus
IHR SCHAFFT DAS
Lg aus der Eifel
Sabrina