So ihr Lieben :) Ich fang mal an.
Zuerst mal die Eckdaten: 46 cm, 2560 Gramm und wohlauf ist die kleine Anna-Mila, geboren am 9.11. (Jaaa, man hat den Termin noch mal verschoben, aus organisatorischen Gründen) um 9:53.
Natürlich hab ich direkt im OP noch die ersten Tränen vergossen - Es war ja nicht klar, ob sie spontan selbst atmen würde. Aber direkt als sie herausgezogen wurde hat sie geschrien. Zack, Schleusen auf, Wasser marsch - Mutti ist glücklich.
Der Kaiserschnitt an sich war gar nicht schlimm. Okay, diese OP Situation ist nicht so intensiv wie eine natürliche Geburt, aber trotzdem besonders. Meine größte Panik war, dass die Spinalanästhesie (die ich übrigens nicht gemerkt habe, wirklich, hätte ich nicht gespürt, dass meine Beine taub werden, hätte ich schwören können, dass da keine Nadel in meinem Rücken war) nicht wirkt, denn man spürt ja, das etwas geschieht, man spürt sogar wie das Baby geboren wird - Ist ein komisch-schönes Gefühl (schwer nach zu vollziehen für jemanden, der es nicht erlebt hat, würde ich sagen). Ich hab es mir so nicht vorgestellt.
Ich durfte sie kurz sehen und ihr ein Küsschen geben, dann hat die Hebamme sie und meinen Mann mitgenommen. Ich wurde noch genäht und musste für eine geschlagene Stunde in den Aufwachraum "Wenigstens ihre Zehen sollten Sie bewegen können"
Halllooo?! Das ist mir doch scheißegal, ich will MEIN BABY! So ne Stunde kann verdammt lang sein.
Zurück im Kreißsaal lag die Kleine auf der Brust meines Mannes, hatte bereits ihr erstes Fläschchen bekommen und eeeendlich durfte ich kuscheln.
Alle Aufregung und Nervosität vom Morgen war weg, pure Euphorie.
Als dann der Abend kam und ich das erste Mal aufstehen musste, habe ich gedacht ich werde nie wieder laufen können. Kann mir mal bitte eine Frau sagen wie man sich freiwillig für einen Kaiserschnitt entscheiden kann, von vornherein, ohne jegliche medizinische Indikation? Seid ihr irre?! Der erste postoperative Tag war genauso beschissen. Danach gings aber steil bergauf. Man ist ja auch gezwungen sich zu bewegen schließlich hat man jetzt nicht nur Verantwortung für sich selbst. Außerdem hasse ich es wegen jedem Kiki nach einer Schwester zu klingeln.
Seit Dienstag sind wir nun zu Hause und genießen die Zeit.
Sogar einer der Oberärzte der Onkologie hat ein kleines Geschenk vorbeigebracht und mir direkt meine nächsten Termine. Dienstag zur Knochenmarkpunktion und am Donnerstag stationär. Okay, die Sache mit Donnerstag ist noch nicht ganz raus, da steht noch eine kleine Entscheidung an, das erfahre ich Dienstag. Sobald ich es weiß, werdet ihr es auch erfahren! Bis dahin - Geduld!
So, ich bin erst mal wieder raus. Wollte euch nur kurz mitteilen, dass alles gut gelaufen ist, wie beide wohlauf sind und das Glück wohl auf unserer Seite war.
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